0

Überholen – jetzt aber richtig!

Motorrad fahren steht für Freiheit – die Landschaft zu betrachten, das Gas aufzudrehen und alle Sorgen einfach mal hinter sich zu lassen. Langsame Autos werden oft als Hindernisse dieser Freiheit betrachtet und kurzerhand überholt.

Ein Standard-Werkzeug eines Motorrad-Fahrers ist das Überholen. Wer kennt es nicht – mal kurz das Gas aufgedreht und ein Hinderniss überholt. In diesem Beitrag würde ich gerne auf ein paar wichtige Gedanken zum Thema Überholen eingehen.

Überholen, wenn es frei ist

Klar – ein Überholvorgang benötigt auch gewisse Anforderungen an die Umgebung. Nicht nur, dass euer Motorrad schneller ist als euer Vordermann, sondern auch das es kein Gegenverkehr gibt. Es bringt keinem etwas, sich in Gefahr zubringen und sich zwischen Autos zu quetschen, nur damit man überholt hat.
Eine wichtige Devise beim Motorrad-Fahren: Fahre wenn dein Kopf frei ist. Daher sollte nicht nur der Weg zum Überholen frei sein, sondern sollte ihr euch auch mental auf einen Überholvorgang vorbereiten und nicht aus einer Aggression einen Überholvorgang einleiten.

Überblick ist alles

An einem Auto kurz vorbei zu schauen, ob kein Gegenverkehr kommt, ist die kleinere Aufgabe beim Überholen. Aber es zählen auch weitere wichtige Punkte mit rein. Man sollte auf Ein- und Ausfahren achten. Bei Landstraße sind oft Feldwege gefährlich, aus den Traktoren herausfahren oder auch normale Autofahrer reinfahren möchten und dadurch abrupt abbremsen. Das Ziel ist es also nicht nur die Gegenfahrbahn zu betrachten, sondern auch mögliche potenzielle Gefahren zu erkennen und ausfindig zu machen.

Dein Vordermann

In den meisten Fällen überholt man, da der Vordermann zu langsam ist. Es gibt aber auch viele weitere Gründe, die ich in einem anderen Blog anspreche.
Wichtig dabei ist, den Vordermann genauer zu beobachten und sein Verhalten vorher zuschauen. Fährt der Vordermann auf einer langen Gerade immer langsamer, kann das auf einen Abbiegevorgang hindeuten. Das Gleich gilt natürlich auch bei Verkehrsteilnehmern, die unkonzentriert sind oder nicht in ihrer Spur bleiben…

Was kommt danach?

Nun habt ihr also den Entschluss festgelegt, den Vordermann zu überholen. Habt die Lage eingeschätzt und eventuelle Gefahren ausfindig gemacht. Ihr setzt zum Überholen an und steht auf einmal neben eurem Vordermann. Nun da, ihr eine andere Sichtweise auf eure Umgebung habt, fallen euch neue Dinge auf. Beispielsweise kommt ihr nun von einer 100er Zone in eine 70er Zone oder vor dem Vordermann befindet sich ein weiterer Verkehrsteilnehmer, den ihr nicht gesehen habt. Nun müsst ihr eure Situation neu einschätzen und entsprechend handeln. Fangt ihr nach dem Überholen sofort an zu bremsen, brecht ihr euren Überholvorgang ab oder quetscht euch zwischen zwei Verkehrsteilnehmer? All das sind Dinge, die beim Überholen einkalkuliert werden müssen.

Vieles, was zuvor angesprochen wurde, findet im Unterbewusstsein statt. Es entstehen sicherlich auch Situation, bei der man anschließend den Kopf schüttelt, oder die Hände zusammenfaltet und froh darüber ist, dass nichts passiert ist.


Der Grund warum ihr überholt sollte nicht immer die Geschwindigkeit sein. Wenn ihr euch unsicher seit oder ihr die Verkehrslage nicht genau einschätzen könnt, wartet lieber mit dem Überholen – den eins ist sicher: Zu Hause warten Menschen auf euch!
Macht euch lieber öfters oder mehr Gedanken als zu wenig und lasst euch nicht hetzen.

Die Linke zun Gruß

In diesem Sinn,
die Linke zum Gruß
Euer MatzeFix

Mathias B.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert