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Motorrad-Führerschein: welche Klasse — und was danach zählt

Was kostet’s? Geht Klasse B ohne Prüfung? Welcher Schein für 250 ccm? Plus Klassen, Prüfung und was danach zählt.

Du googelst „motorrad führerschein“ und landest bei einer Preisliste. Die Klasse ist der kleinere Teil. Der größere: was du am Tag nach der Prüfung noch nicht kannst.

In diesem Beitrag steht das Wichtigste zum Motorrad-Führerschein in Deutschland: welche Klasse zu welchem Bike passt, was B196 wirklich heißt, wie die Grundfahraufgaben aussehen – und wo du nach der Fahrschule weiterübst.

Drei Fragen, die der Text unter anderem löst:

Zahlen zu Klasse und Alter stehen in der Fahrerlaubnis-Verordnung. Kosten streuen regional hart – die Spanne unten ist Orientierung, nicht Angebot.

Welche Klasse: A1, A2, A, AM oder B196?

Vier Motorrad-Klassen. Dazu B196 – das ist keine eigene Klasse, sondern ein Eintrag im Auto-Schein.

Klasse Ab (Jahren) Was du fahren darfst
AM 15 (DE) / 16 Ausland Moped, Roller, Leicht-Kfz bis 45 km/h, max. 50 ccm bzw. 4 kW
A1 16 125er: max. 125 ccm, 11 kW (15 PS), 0,1 kW/kg. Kein Tempolimit.
A2 18 max. 35 kW (48 PS), 0,2 kW/kg. Kein Hubraumlimit.* Drossel von max. 70 kW erlaubt.
A 24 direkt / 20 nach 2 Jahren A2 alle Motorräder, ohne Leistungsgrenze
B196 25 + 5 Jahre Klasse B wie A1, aber nur in Deutschland. Keine Prüfung, nur Schulung. Kein Aufstieg nach A2.

* A2 mit „max. 125 ccm“ steht auf manchen Versicherungsseiten. Das ist falsch. A2 begrenzt die Leistung, nicht den Hubraum. 250er meist A2, 600er auf A2 nur gedrosselt (offen max. 70 kW), 1000er fast immer A. E-Motorrad: dieselben kW-Grenzen, Nenndauerleistung statt ccm. Details in den FAQ.

B196 oder richtiger A-Schein?

B196 ist der Weg, den viele bei uns gehen: Auto-Schein seit Jahren, 25 plus, 125er, möglichst schnell auf die Straße.

Voraussetzungen (Schlüsselzahl 196 im B-Schein):

  • mindestens 25 Jahre
  • Klasse B seit mindestens 5 Jahren
  • Fahrerschulung: mindestens neun Unterrichtseinheiten à 90 Minuten — 4 Theorie, 5 Praxis (Anlage 7b FeV)
  • keine Theorie- und keine Praxisprüfung

Damit fährst du im Inland Krafträder in den A1-Grenzen: 125 ccm / 11 kW / 0,1 kW/kg, auch mit Beiwagen. Steht in § 6b FeV. Kein Aufstieg nach A2 über diese Schlüsselzahl (§ 15 FeV).

Drei Dinge, die oft untergehen:

  • Nur Deutschland. Österreich, Schweiz, der Rest der EU – damit nicht. Am Bodensee relevant.
  • Kein Stufen-Aufstieg. Von B196 gehst du nicht „einfach“ nach A2. Willst du später mehr Bike, machst du A2 (oder A) als richtige Klasse.
  • Wenig Stunden, dann Straße. Pendeln im Ort kann gehen. Wer Tour will, ist mit mindestens A2 oft ehrlicher dran.

Mehr aus der Community: Livestream Folge 1 – Schein ist der Anfang · Folge 2 – B196 oder A2?

Was kostet der Führerschein?

Fahrschulen machen ihre Preise selbst. Deshalb liegen Portale 1.200 € und 4.000 € auseinander – beides kann lokal stimmen.

Grobe Orientierung 2026:

  • AM: oft 500–1.200 €
  • A1: oft 1.200–2.000 €
  • A2 / A direkt: oft 1.600–3.500 €
  • Aufstieg A2 → A: oft 500–1.200 €
  • B196: oft 550–1.000 €

Der größte Brocken sind Übungs- und Sonderfahrten. Wer mehr Stunden braucht, zahlt mehr – das ist kein Makel, das ist ehrlich. Hol dir zwei, drei Angebote in der Nähe, nicht die Internet-Spanne.
Tipp: Preise vor Ort vergleichen — und mehrere Klassen in einem Rutsch (z. B. A2, B, BE) senken oft die Gesamtkosten. Ausführlich unter Unsere Tipps.

Wie läuft ein Führerschein ab?

Stufenführerschein oder direkt auf A?

Stufenweg: A1 (16) → nach 2 Jahren A2 → nach 2 Jahren A (dann ab 20 möglich). Beim Aufstieg nur noch praktische Prüfung, keine neue Theorie.

Direkteinstieg A: ab 24, volle Ausbildung, Theorie und Praxis. Prüfung auf einem Kraftrad mit mindestens 44 kW.

Wer schon Klasse B hat, spart beim A-Schein oft den Theorie-Grundstoff (Zusatzstoff bleibt). Erste Hilfe und Sehtest musst du nicht zweimal machen, wenn sie noch gelten.

  1. 1. Theorie12 + 4 Doppelstunden, dann Bildschirmprüfung
  2. 2. Praxis12 Sonderfahrten plus Übungsstunden
  3. 3. AmtAntrag, Sehtest, Erste Hilfe, Karte
  4. 4. PrüfungTheorie + Praxis — nicht in zwei Wochen fertig

Theorie

Ersterwerb A1/A2/A: 12 Doppelstunden Grundstoff plus 4 Doppelstunden Zusatzstoff (à 90 Minuten). Erweiterung von B: meist nur der Zusatzstoff.

Was abgefragt wird, steht in Anlage 7 FeV — acht Sachgebiete. „Fahrzeugkunde“ ist dort Technik (plus Vorschriften über den Betrieb der Fahrzeuge):

  • Gefahrenlehre
  • Verhalten im Straßenverkehr
  • Vorfahrt, Vorrang
  • Verkehrszeichen
  • Umweltschutz
  • Vorschriften über den Betrieb der Fahrzeuge
  • Technik (Fahrphysik, Mängel, Bremsen, Reifen, Kette, Licht — der Motorrad-Zusatzstoff)
  • Eignung und Befähigung von Kraftfahrern

Ersterwerb: 30 Fragen, max. 10 Fehlerpunkte — zwei Fünfer-Fragen falsch = durchgefallen. Erweiterung: 20 Fragen, max. 6 Fehlerpunkte. Grundstoff gilt für alle Klassen, Zusatzstoff ist der Motorrad-Teil.

Praxis – die 12 Sonderfahrten

Beim Ersterwerb A1, A2 und A Pflicht:

  • 5 Überland
  • 4 Autobahn
  • 3 Dunkelheit

Dazu Übungsstunden nach Bedarf.
Tipp: früh anmelden, nach Intensivkursen in den Sommerferien fragen. Ausführlich unter Unsere Tipps.

Unterlagen für den Antrag

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Sehtest
  • Erste-Hilfe-Nachweis
  • biometrisches Passbild
  • bei Vorbesitz: bestehender Führerschein
  • Anmeldebestätigung der Fahrschule

Dauer: oft ein paar Wochen bis ein paar Monate. Intensiv-Praxis oft 2–3 Wochen — dazu Theorie und die Ämter. Den Schein in zwei Wochen in der Tasche gibt’s so gut wie nicht. Mehr dazu in den Tipps.

Was wird in der Prüfung geprüft?

Zwei Prüfungen: Theorie (TÜV/DEKRA am Bildschirm) und Praxis (Prüfer per Funk hinter dir). B196 hat keine von beiden — nur die Schulung.

Theorieprüfung

Grundstoff plus Motorrad-Zusatzstoff. Die acht Sachgebiete stehen oben unter Theorie. Technik/Fahrzeugkunde ist der Teil, an dem viele hängen: was passiert bei falschem Reifendruck, lockerer Kette, nur einer Bremse.

Praktische Prüfung

Vier Teile, jeweils getrennt bewertet (Anlage 7 FeV Nr. 2.1 und 2.5):

  • Fahrtechnische Vorbereitung — Bike vom Ständer, anlassen, Check, Schutzkleidung sitzt
  • Grundfahraufgaben — Platz, Fahrzeugbeherrschung. Die Liste steht im nächsten Abschnitt
  • Prüfungsfahrt — Verkehr. Etwa die Hälfte außerhalb der Ortschaft, möglichst Autobahn. Reine Fahrzeit mindestens 30 Minuten
  • Fahrtechnischer Abschluss — abstellen, Ständer, fertig

Gesamtdauer A/A1/A2: mindestens 70 Minuten (Aufstieg A1→A2 oder A2→A nach zwei Jahren: 60). AM: 55.

Helmtragepflichtiges Prüfungsfahrzeug, Funk zum Prüfer. Bestandene Teile musst du nicht wiederholen, wenn ein anderer Teil durchfällt.

Quelle zum Nachschlagen: Anlage 7 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) — theoretische und praktische Fahrerlaubnisprüfung. Die Feinheiten (Fragenkatalog, Fahraufgabenkatalog, Bewertung) stehen in der Prüfungsrichtlinie für die theoretische bzw. praktische Fahrerlaubnisprüfung, bekannt gemacht vom Bundesministerium für Verkehr im Verkehrsblatt.

Welche Grundfahraufgaben gibt es in der Prüfung?

Die Prüfung hat zwei Teile: Grundfahraufgaben auf dem Platz und Fahren im Verkehr. Anzahl und Auswahl stehen in Anlage 7 FeV Nr. 2.1.4.1 — die Maße und Bewertungskriterien im Fahraufgabenkatalog der Prüfungsrichtlinie.

Die Skizzen darunter zeigen den Aufbau von oben: gelbe Linie = Fahrlinie, Kreise = Leitkegel. Maße von Mitte zu Mitte, wie in der Richtlinie. Eigene Zeichnungen, kein Scan aus einem Fahrschulheft.

Ersterwerb: sechs von neun Aufgaben. Vier sind Pflicht, zwei wählt der Prüfer.

Immer dabei:

Aufbau Slalom Schrittgeschwindigkeit: 6 Leitkegel in einer Linie, Abstand 3,5 Meter, Fahrlinie im Wechsel links und rechts vorbei

Slalom Schrittgeschwindigkeit

5 Abstände à 3,5 m, ca. 5 km/h. Balance, Kupplung, Gas, Bremse.

Zum Nachmachen: Sanfter Slalom · Lockerheit · Balance
Aufbau Abbremsen: Anfahrt etwa 50 km/h, Bremsbeginn, Stillstand so kurz wie möglich, Linie halten

Abbremsen mit höchstmöglicher Verzögerung

Beide Bremsen, kontrolliert stehen. Keine Pflicht-Kegel – die Markierung in der Skizze ist nur Orientierung.

Zum Nachmachen: Gefahrenbremsung · Bremse dosieren
Aufbau Ausweichen nach Abbremsen: erst verzögern, Bremsen lösen, dann frühestens 7 Meter vor der Markierung nach links ausweichen

Ausweichen nach Abbremsen

Erst verzögern, Bremsen lösen, dann ausweichen. Frühestens 7 m vor der Markierung.

Zum Nachmachen: Gefahrenbremsung, dann Ausweichen

Eine von beiden:

Eine von dreien:

Aufbau Schrittgeschwindigkeit geradeaus: 25 Meter gerade, Korridor plus minus 30 Zentimeter, die ersten 5 Meter nicht bewertet

Schrittgeschwindigkeit geradeaus

Balance, Schleifpunkt, gerade Linie.

Zum Nachmachen: Balance · Schleifpunkt
Aufbau Kreisfahrt: Kreis mit 4,5 Meter Radius, Markierung nicht nötig, Schräglage muss zu sehen sein

Kreisfahrt

4,5 m Radius — die Prüfungs-Verwandte zur Acht.

Zum Nachmachen: 8ten fahren · Lockerheit

Beim Stufenaufstieg (A1→A2 oder A2→A nach zwei Jahren) bleiben meist nur die vier Pflichtaufgaben.

Bestanden heißt: du hast die Prüfung geschafft. Es heißt nicht, dass Kurve, Nässe, Schieben oder ein enger Wendehammer schon sitzen. Die Übungen gesammelt in den Tipps — danach der Einstieg für nach der Prüfung.

Häufige Fragen

Was kostet der Motorrad-Führerschein?

Spanne 2026 grob: AM 500–1.200 €, A1 1.200–2.000 €, A2/A 1.600–3.500 €, B196 550–1.000 €. Der Brocken sind Übungsstunden. Zwei, drei Angebote vor Ort, nicht die Internet-Zahl. Tabelle unter Was kostet der Führerschein?

Klasse B ohne Prüfung Motorrad fahren?

Ohne Prüfung: ja, über B196 — 25 Jahre, 5 Jahre Klasse B, Schulung, kein Test. Nur Deutschland. 125er wie A1: max. 11 kW / 15 PS.

Mit B allein, ohne B196: Kleinkrafträder der Klasse AM (wo im Schein enthalten) — grob 45 km/h, max. ~4 kW / ~5 PS. Kein offenes 125er, keine 48-PS-Maschine.

B auf Motorrad erweitern: ja. A1/A2/A als richtige Klasse (Theorie-Zusatzstoff, Praxis, Prüfung) oder B196 ohne Prüfung. Von B196 kommst du nicht stufenweise nach A2.

Welchen Schein für 250, 600, 1000 ccm oder 48 PS?

Die Klasse hängt an der Leistung, nicht am Hubraum. BMW, Honda, Marke egal.

  • 48 PS: A2 (35 kW)
  • 250 ccm: meist A2, wenn unter 35 kW. Darüber A
  • 600 ccm auf A2: ja, wenn auf 35 kW gedrosselt und die offene Maschine max. 70 kW hatte. Viele offene 600er liegen darüber — dann A
  • 1000 ccm: fast immer A
Welchen Führerschein für ein E-Motorrad?

Denselben Raster wie beim Verbrenner, nur Nenndauerleistung statt ccm — so steht es in § 6 FeV: AM bis 4 kW / 45 km/h, A1 bis 11 kW, A2 bis 35 kW, A offen. B196 (§ 6b) nennt Hubraum und kW; beim Stromer zählt die kW-Grenze.

Ohne Führerschein? Nur was rechtlich Fahrrad bleibt (Pedelec 25 km/h). Alles darüber — auch „nur elektrisch“ — braucht eine Klasse.

Dreirad, Trike, 3 Räder — auch mit B?

Leistung: AM (klein, 45 km/h / 4 kW), A1 bis 15 kW, A darüber. Motorrad-Schein: kein Trike mit Anhänger.

Mit B: im Inland berechtigt Klasse B auch zum Führen dreirädriger Kfz; über 15 kW erst ab 21 (§ 6 Abs. 3a FeV). Auf dem Schein oft Schlüssel 194 (Anlage 9 FeV). Umtausch älterer B-Scheine: 79.03 / 79.04 = nur Dreiräder, keine Zweiräder (Anlage 3).

Alte Klasse 3 — Motorrad fahren?

Kommt aufs Datum an — Tabelle in Anlage 3 FeV. Klasse 3 vor dem 1. April 1980: u. a. A1 mit 79.05 (Leichtkrafträder). Danach: A1 oft nur mit 79.03 / 79.04 = Dreiräder, kein 125er-Zweirad. Schlüsselzahlen in Anlage 9. Die Führerscheinstelle liest deinen Schein, nicht Google.

Gespann oder Seitenwagen?

Motorrad plus Beiwagen: die Klasse des Kraftrads. A1 darf Beiwagen, solange 125 ccm / 11 kW stimmen. Stärker = A2 oder A. Klasse B reicht nicht. „Gespann“ beim Auto (Anhänger) ist BE — das ist ein anderes Thema.

Welchen Schein für ein Cross-Motorrad?

Auf der Straße dieselbe Klasse wie jedes andere Bike — nach Leistung. Nur auf abgesperrtem Gelände / Rennstrecke gelten oft die Regeln des Betreibers, nicht der Führerschein. Öffentliche Wege ohne passende Klasse: nicht.

Berlin ohne Führerschein Motorrad fahren?

Auf öffentlichen Straßen: nirgends. Ohne Schein nur auf abgesperrtem Gelände, wenn ein Anbieter das ausdrücklich so betreibt. Das ersetzt keinen Führerschein.

Mit dem eigenen Motorrad zur Fahrschule?

Nein. Ohne passende Fahrerlaubnis darfst du das Bike nicht auf die Straße nehmen – auch nicht „nur bis zur Fahrschule“.

Eigenes Bike zum Unterricht mitbringen?

In der Regel nein. Die Fahrschul-Versicherung hängt am Schulungsfahrzeug. Dein privates Bike ist dort nicht einfach mitversichert. Unterricht läuft auf den Maschinen der Fahrschule.

Brauche ich eigene Motorrad-Kleidung?

Nicht zwingend zum Start. Viele Fahrschulen stellen Helm, Jacke, Hose, Handschuhe. Unser Partner Sascha’s Fahrschule in Geislingen nimmt Motorrad-Schüler mit Bike und Schutzkleidung (M–XXL) – samstags möglich, Theorie Di und Do 18:30. Mehr auf der Partnerseite.

Für die Prüfung brauchst du Schutz: Helm, Jacke, Hose, Handschuhe, festes Schuhwerk. Eigenen Helm nehmen die meisten früher oder später sowieso – Hygiene und Passform.

Gibt es ein Höchstalter?

Nein. 50, 60, 75 – die Prüfung entscheidet, nicht das Geburtsjahr. In der Community fangen viele über 50 mit B196 an. Alter spielt keine Rolle. Training schon. Aus dem letzten Livestream: Folge 2 – Ist 75 zu spät für den Motorradschein?

Wie lange dauert’s?

Oft 6 Wochen bis ein paar Monate. Intensiv-Praxis 2–3 Wochen — danach noch Theorie und Bürokratie der Ämter. In zwei Wochen hast du den Schein nicht in der Hand. B196 oft kürzer, weil ohne Prüfung. Tipp: früh anmelden — Unsere Tipps.

Kleiner oder großer Schein?

Umgangssprache: klein = AM/A1/B196 (125er und darunter). Groß = A, unbegrenzt. A2 liegt dazwischen – 48 PS, kein Hubraumdeckel.

Auto und Motorrad zusammen machen?

Ja — oft sogar A2, B und BE in einem Rutsch. Grundstoff, Anmeldegebühr, Sehtest und Erste Hilfe zahlst du meist nur einmal. Trotzdem eigene Praxis-Blöcke pro Klasse. Günstiger als nacheinander, nicht billig. Mehr unter Unsere Tipps.

Anmeldung, Fahrschule, Partner, Übungen

Früh anmelden — Intensivkurs in den Ferien

Melde dich frühzeitig an. Motorrad-Plätze sind saisonal. Wer im März noch sucht, wartet oft bis in den Sommer — oder fährt erst nächstes Jahr. Wer im Winter oder direkt nach den Feiertagen anklopft, hat Auswahl bei Terminen und Fahrlehrer.

Frag explizit nach Intensivkursen. Viele Schulen bündeln die Praxis in den Sommerferien, mancherorts auch in den Herbstferien oder über Brückentage. Praxis-Intensiv oft 2–3 Wochen — wenn du die Zeit wirklich frei hast. Theorie und die Ämter (Antrag, Prüftermine, Karte) kommen extra. Intensiv spart Kalender, selten Geld — und in zwei Wochen liegt der Schein trotzdem nicht im Briefkasten. Wenn du neben Job oder Familie nur abends kannst: sag das beim ersten Gespräch. Dann ist der normale Weg ehrlicher als ein gequetschter Intensivkurs.

Mehrere Klassen auf einmal — Gesamtkosten runter

Wer sowieso Auto und Motorrad will: frag die Fahrschule nach einem Kombi, zum Beispiel A2 + B + BE. Grundstoff, Anmeldegebühr, Sehtest und Erste Hilfe laufen oft nur einmal. Getrennt machst du dasselbe doppelt — und zahlst doppelt.

Praxis bleibt pro Klasse extra. Der Sparhebel ist die gemeinsame Theorie und der Papierkram, nicht die Stunden auf dem Bike. Lass dir das im Angebot als Gesamtpaket zeigen, nicht als drei Einzelpreise hintereinander.

Die richtige Fahrschule

Hol dir zwei, drei Angebote in der Nähe, nicht die Internet-Spanne. 200 € Unterschied sind normal. Und: die Fahrschule muss zu dir passen, nicht umgekehrt. Drei Fragen, bevor du unterschreibst:

  • Fährt der Lehrer selbst Motorrad? Wer nur StVO kann, erklärt dir den Slalom nicht.
  • Fährt er hinter dir mit dem Bike oder im Auto? Aus dem gewärmten Auto ins Ohr ist was anderes als Bike-to-Bike.
  • Wie ist der Ton? Frag Leute, die dort waren. Anschreien ist kein Unterricht.

Ausführlicher in der alten Motorrad-1×1-Serie, die wir übernommen haben:

In der Nähe von Geislingen: unser Partner Sascha’s Fahrschule. Die ganze Runde unter Unsere Partner.

Unsere Partner — Fahrlässig Motorrad

Fahrschule ist der Start. Danach die Leute, mit denen ich zusammenarbeite — auf der Partnerseite.

Partner-Fahrschule: Sascha’s Fahrschule in Geislingen an der Steige. Motorrad inkl. Schutzkleidung (M–XXL), samstags möglich, Theorie Di und Do 18:30. Seine Karte liegt direkt unter dem Anker — nicht die Suchmaschine.

Nach dem Schein: schau gerne mal bei uns in den Trainings vorbei. Die anderen — Community, Tour, Foto — stehen in derselben Liste.

Grundfahraufgaben nachmachen

Die Prüfung übst du in der Fahrschule. Zum Nachmachen und Vorbereiten auf dem Parkplatz — unsere Übungen der Woche:

Nach der Prüfung: die Übungen für Fahranfänger.

Übungen nach der Prüfung

Die Fahrschule bringt dich durch die Prüfung. Den Rest holst du dir auf dem Parkplatz — bei uns, in der Reihe für Fahranfänger.

Übungen für Fahranfänger

Wenn der Schein in der Tasche ist und Prüfung und Straße zwei Paar Schuhe sind: schau auch bei den Kursen vorbei. Beides ist richtig.

Quellen

  • § 6 FeV — Einteilung der Klassen AM, A1, A2, A; Dreiräder mit B im Inland (Abs. 3a); Mindestalter in der Tabelle darunter bzw. § 10 FeV
  • § 6b FeV — Klasse B mit Schlüsselzahl 196: 25 Jahre, 5 Jahre B, nur Inland, keine A1-Klasse
  • Anlage 7b FeV — B196-Fahrerschulung: 9 × 90 Minuten (4 Theorie, 5 Praxis), keine Prüfung
  • § 15 FeV — Stufenaufstieg A1→A2→A; gilt nicht für 79.03/79.04 und nicht für B196
  • Anlage 3 FeV — Umtausch alten Rechts (Klasse 3 vor/nach 1. 4. 1980, was auf der Scheckkarte landet)
  • Anlage 9 FeV — Schlüsselzahlen 194, 196, 79.03, 79.04, 79.05
  • Anlage 7 FeV — theoretische und praktische Prüfung (Sachgebiete inkl. Technik, Grundfahraufgaben, Dauer)
  • Fahrschüler-Ausbildungsordnung — Pflichtstoff Theorie/Praxis, Zusatzstoff A/A1/A2 (Anlage 2.1)
  • Prüfungsrichtlinie für die theoretische bzw. praktische Fahrerlaubnisprüfung — Bundesministerium für Verkehr, bekannt gemacht im Verkehrsblatt (Fragenkatalog und Fahraufgabenkatalog). Die Skizzen im Beitrag sind eigene Zeichnungen nach den Maßen dort (Leitkegelmitte zu Leitkegelmitte, Kegel mind. 15 cm hoch)

In diesem Sinn,
die Linke zum Gruß
Matze